Am 10. Mai 1940 wurde das neutrale Großherzogtum Luxemburg von der deutschen Wehrmacht überfallen und besetzt. Am 10./11. Mai 1940 wurde Esch/Alzette, die zweitgrößte Stadt des Landes, evakuiert. Der größte Teil der Bevölkerung floh nach Frankreich, darunter auch der gesamte Schöffenrat, mit Bürgermeister Hubert Clément an der Spitze. Etwas über 2.000 Einwohner blieben in Esch zurück. Um sie kümmerte sich als stellvertretender Bürgermeister das rangälteste Ratsmitglied Jules Heisten. Am 14. Mai musste Esch ganz geräumt sein, die Zurückgebliebenen fanden Unterschlupf im Ösling oder in der Stadt Luxemburg und ihrer Umgebung. Ab dem 28. Juni durften die Escher Evakuierten in ihre Heimatstadt zurückkehren. Bürgermeister Clément blieb im Exil. Am 3. Juli 1940 wurde Jules Heisten offiziell Bürgermeister der unter dem Joch des deutschen Besatzers stehenden Stadt Esch. Er wurde 1941 durch einen reichsdeutschen Amtsbürgermeister abgelöst.

Bürgermeister Heisten und seine reichsdeutschen Nachfolger sowie die Landräte und der Kreisleiter des Kreises Esch stehen im Fokus einer dreiteiligen Serie, die ab dem 26. November 2018 jeweils montags im Tageblatt veröffentlicht wird und ein wenig bekanntes Kapitel der Geschichte der Stadt Esch unter die Lupe nimmt.

Teil 1: Esch: Als die Hakenkreuz-Fahne auf dem Stadthaus wehte (I). Jules Heisten, Bürgermeister unter der Nazi-Fuchtel. Tageblatt, 26. November 2018, Nr. 275: 2-3.

Teil 2: Esch: Als die Hakenkreuz-Fahne auf dem Rathaus wehte (II). Nazis auf dem Bürgermeisterstuhl. Tageblatt, 3. Dezember 2018, Nr. 281: 4-5.

Teil 3: Esch: Als die Hakenkreuz-Fahne auf dem Rathaus wehte (III). Der Kreis, der Kreisleiter, die Landräte. Tageblatt, 10. Dezember 2018, Nr. 287: 4-5.

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